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Rahmenplanentwurf für das Fach Niederländisch in Berlin
Besuch in der Botschaft der Niederlande
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Unterricht an der Alfred-Wegener-Oberschule
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AG-Niederländisch an der Alfred Schüleraustausch 9b in Holland |
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Niederländisch wird in Europa von ungefähr 23 Millionen Niederländern und Flamen, den niederländischsprachigen Belgiern, als Muttersprache gesprochen. Es kann mit Stolz darauf verwiesen werden, dass an der Alfred-Wegener-Oberschule das Erlernen von Fremdsprachen einen Schwerpunkt bildet. Neben Englisch, Französisch und Niederländisch werden weitere Arbeitsgemeinschaften in Russisch, Italienisch und Niederländisch angeboten. Die Niederlande sind in den letzten Jahren in den Mittelpunkt des Interesses vieler Deutscher gerückt. Dies hat mehrere Gründe. Niederländischsprachige Schriftsteller aus Belgien und den Niederlanden wie u.a. Cees Nooteboom, Harry Mulisch, Maarten `t Hart und Hugo Claus werden ins Deutsche übersetzt. Ihre Bücher nehmen häufig Spitzenplätze auf den Bestsellerlisten ein. Unter dem Titel `Kennen Sie ihre Nachbarn` besuchten bekannte flämische und niederländische Schriftsteller vom 12.-18. Mai Berlin und hielten viele gutbesuchte Lesungen. Die SchülerInnen der Fortgeschrittenengruppe Niederländisch nahmen an einer Lesung im Literaturhaus in der Fasanenstrasse teil. Vonne van der Meer und Tomas Lieske lasen aus ihren Werken vor. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des niederländischsprachigen Raums wird von der Industrie- und Handelskammer bestätigt. Ein Signal hierfür ist, dass zur Zeit in den Niederlanden der Arbeitskräftebedarf in vielen Berufen nicht gedeckt werden kann, sodass man sich u.a. in Deutschland um die Deckung des notwendigen Bedarfs an Arbeitskräften bemüht, Nicht zuletzt dürften auch sportliche Leistungen, wie z.B. der attraktive Fußball der niederländischen Nationalmannschaft, viele Deutsche begeistern. Dies mag auch die Berliner RealschülerInnen der Alfred-Wegener-Oberschule seit 1999 dazu bewegen, die neben Englisch und Deutsch drittgrößte germanische Sprache zu erlernen. Auch Berliner Jugendliche verbringen ihre Ferien häufig in den Niederlanden. Sie haben dort Land und Leute zu schätzen gelernt. MIttlerweile gibt es zwei Arbeitsgemeinschaften. Die Anfängergruppe besteht aus 10 SchülerInnen, die aus den 7. und 8. Klassen kommen. Die Fortgeschrittengruppe umfasst 10 SchülerInnen, die aus den 9. und 10. Klassen kommen. Diese SchülerInnen erlernen die Sprache in ihrer Freizeit nach einem oftmals harten Schultag. Die Teilnahme ist freiwillig. |
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Im letzten Schuljahr konnte erneut ein Austausch mit einer neuen Partnerschule, das Liemerscollege (locatie Herenmäten) in Zevenaar (bei Arnhem), organisiert werden. SchülerInnen der 9. und 10. Klasse nahmen daran teil. Nachdem wir zunächst niederländische Schule in Berlin zu Gast hatten, besuchten unsere Schüler im April für eine Woche die niederländischen Partner in Zevenaar. Übernachtet wurde in niederländischen Familien. In der Schule wurde an dem Projekt Unterschiede und Gemeinsamkeiten Niederlande/Deutschland gearbeitet.eine Reise in die Niederlande organisiert werden. Mit unserer neuen Partnerschule aus Zevenaar werden wir im nächsten Jahr einen Austausch mit den Schülern des neuen Wahlpflichtkurses Niederländisch gestalten. So kann sichergestellt werden, dass das Erlernen einer Fremdsprache eine lebendige Angelegenheit bleibt und nicht nur im Klassenraum stattfindet. |
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Bisherige Erfolge für die Alfred-Wegener-Oberschule war
der erfolgreiche Beitrag der Niederländisch AG am 7. Juli 2000 zum FESTIVAL
DER SPRACHEN. Die SchülerInnen und Schüler haben Sketche aus `Jan, Jans en
de kinderen` von Annie M.G. Schmidt aufgeführt und als Anerkennung einen
Geldbetrag und eine Urkunde erhalten. |
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Wenn Sie Fragen bzw. Anmerkungen zu Niederländisch an der
Alfred-Wegener-Oberschule haben, so können sie sich gerne mit dem
Niederländischlehrer, Herrn Norbert Look (Tel. (privat): 030/86396591;
e-mail: nobbilein@gmx.de) in Verbindung setzen. |
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Norbert Look |
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Wissenswertes über
die Niederlande
Niederlande
Die Niederlande sind eine konstitutionelle Monarchie in Westeuropa, die im
Norden und Westen an die Nordsee, im Osten an Deutschland und im Süden an
Belgien grenzt. Zusammen mit Belgien und Luxemburg bilden die Niederlande die so
genannten Beneluxstaaten. Die Niederländischen Antillen und Aruba, zwei selbst
verwaltete Territorien in der Karibik, gehören ebenfalls zum Königreich. Die
Niederlande umfassen eine Gesamtfläche von 41 865 Quadratkilometern, von denen
33 938 Quadratkilometer Landfläche sind. Die Hauptstadt und größte Stadt des
Landes ist Amsterdam.
Das Land hat eine maximale Nord-Süd-Ausdehnung von 300 Kilometern, von Westen
nach Osten erstreckt es sich über rund 180 Kilometer. Die gesamte Küstenlänge
beträgt etwa 800 Kilometer.
Land
Das Wort Niederlande (niederländisch Nederland) bedeutet tief liegendes Land;
ein großer Teil des Nordens und des Westens des Landes liegt unterhalb des
Meeresspiegels. Diese Region, die als Niedere Niederlande bezeichnet wird, ist
von Kanälen, Flüssen und kleinen Buchten geprägt. Im Osten und Süden liegen die
Hohen Niederlande, deren Oberfläche leicht über dem Meeresspiegel liegt und
deren Landschaft flach bis leicht hügelig ist. Das Gebiet in den Hohen
Niederlanden ist selten höher als 50 Meter. Nur im äußersten Südosten gibt es
mehrere Erhebungen über 100 Meter. „Gott erschuf die Welt, aber die Holländer
erschufen Holland“, so lautet ein altes niederländisches Sprichwort. Die Deiche,
Kanäle, Staudämme, Schleusen und Windmühlen, die die Landschaft der Niederlande
prägen, sind alle Teil des Entwässerungssystems, das bereits im Mittelalter
existierte. Dieses System hat es den Bewohnern des Landes ermöglicht, die Fläche
um fast ein Fünftel zu vergrößern. Ohne die ständige Dränage und den Schutz der
Stranddünen wäre etwa die Hälfte der Niederlande von Wasser bedeckt. Am 1.
Februar 1953 führten eine Springflut und schwerer Wellengang dazu, dass die
Deiche und Dünen an der Küste der nördlichen Provinz Zeeland brachen. Etwa 162
000 Hektar wurden überflutet, und über 100 Menschen starben dabei. 42 Jahre
später wurden mehr als 250 000 Menschen aus dem Osten und dem Inneren des Landes
evakuiert. Infolge schwerer Regenfälle in Frankreich und Deutschland waren der
Rhein und die Maas über die Ufer getreten, und man befürchtete, dass die Deiche
an den Flüssen Lek, Maas und Waal, Mündungsarme und Zuflüsse des Rheins in den
Niederlanden, durch den Druck der hereinbrechenden Fluten aus den überschwemmten
Gebieten brechen könnten. Die Deiche hielten dem Druck stand; daraufhin wurde
aber ein kostenaufwendiges Programm in Angriff genommen, um die Arbeit an mehr
als 800 Kilometern Flussdeich zu beschleunigen.
Belgien
Belgien gibt es erst seit 1830. Es ist ein offiziell dreisprachiges Land
(Niederländisch, Französisch und Deutsch). Die Mehrheit ihrer Bewohner in
Flandern und Brüssel spricht als Muttersprachler NIEDERLÄNDISCH. Belgien wird
häufig für ein französischsprachiges Land gehalten. Die Realität sieht anders
aus. Die meisten Belgier sprechen Niederländisch als Muttersprache. Wir
beschränken uns auf die Darstellung des für das Niederländische relevante
Flandern. Flander ist der nördliche Teil Belgiens. Hier wohnen fast 6 Millionen
Menschen auf einer Fläche von 13.512 km2. Mit einer Bevölkerungsdichte von 434
Menschen pro km2 gehört es zu den am dichtesten bevölkerten Gebieten der Welt.
Dennoch sind in Flandern viele schöne Naturlandschaften erhalten geblieben: die
Sandstrände an der Nordsee, flaches Weideland, Wälder und Heide.
Flandern ist ein vollwertiger Teilstaat des föderalen Königreichs Belgiens. Es
hat ein eigenes Parlament und eine eigene Regierung, die selbständig
internationale Abkommen schließen kann.
Die Flamen sprechen offiziell Niederländisch und nicht flämisch. Ihre Wirtschaft
gehört in Europa zu den stärksten Volkswirtschaften. Der Exportanteil stellt 85%
des Bruttoregionalprodukts dar. Flandern hat eine Dienstleistungswirtschaft mit
einer starken industriellen Grundlage. Die wichtigsten Wirtschaftssektoren sind
die Metallverarbeitung, die chemische Industrie und der Textilsektor.
Zehntausende von kleinen und mittleren Betrieben bilden nach wie vor das
Rückgrat der flämischen Wirtschaft. Sie beschäftigen die Hälfte aller
Erwerbstätigen im Privatsektor.
Alte flämische Städte wie Brügge, Gent, Antwerpen und Löwen waren schon früher
Weltstädte. Sie lagen an viel befahrenen Handelsstraßen und bildeten de
Knotenpunkt der germanischen und romanischen Kultur. Zeugen diser ruhmreichen
Vergangenheit sind die vielen Kirchen, Rathäuser und Marktplätze. Werke
flämischer Maler wie Van EYck, Memling, Rubens, Bruegel und Van Dyck sind in den
größten Museen der Welt zu sehen.
Die Darstellung der beiden unmittelbaren Nachbarländer Deutschlands, den
Niederlanden und Belgiens erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll
eine Anregung sein, sich näher mit unseren Nachbarn zu beschäftigen.